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Hollabrunn Aktuell


 

Behördliche Sperre im Hollabrunner Wald - abgestorbene Roteichen


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Wurzelfäule lässt betroffene Bäume einfach umkippen!
Aus Sicherheitsgründen muss im Hollabrunner Kirchenwald der Bereich zwischen Hubertusweg, Jahnstraße und Raschala bis Ende November 2020 behördlich gesperrt werden. Es konnte beobachtet werden, dass die Roteichen unterschiedlichen Alters ohne offensichtlich äußerlich sichtbare Schädigung umbrechen. Die Bäume sind meist voll belaubt, erkennbar ist das die umgestürzten Bäume einen zum Teil vollständig abgefaulten Wurzelbereich haben.



Laut ersten Vermutungen dürfte es sich um einen oder mehrere Pilze handeln welche eine massive Wurzelfäule auslösen, und den Wurzelkörper und Stammfuß zum Abmorschen bringen.
Daher fallen auch noch gut belaubte Bäume, auch ohne atmosphärische Einwirkungen, unvorhersehbar um. Hinzu kommt, dass die Roteichen durch die Klimakrise und die dadurch verbundenen Wetterextreme bereits geschwächt sind. Da sich dieser Bereich in unmittelbarer Stadtnähe befindet und der Ausgangspunkt vieler Wander- und Radwege in unmittelbarer Nähe ist, besteht eine erhöhte Gefahr für nichtsahnende Erholungssuchende.

Nach einer Besichtigung durch Forstsachverständige und nach Rücksprache mit der zuständigen Behörde wurde im Einvernehmen zwischen Bürgermeister Ing. Alfred Babinsky und der zuständigen Stadträtin Mag. Sabine Fasching beschlossen, mit sofortiger Wirkung die Sperre einiger Wege im Kirchenwald (östlicher Bereich - nach dem Hubertusdenkmal bis zum Sender Raschala) zu beantragen.
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Die Entfernung der betroffenen Roteichen, die in der Nähe der Wanderwege stehen, kann erst im Spätherbst durchgeführt werden: "Nur so kann sichergestellt werden, dass dieses Gebiet nicht großflächig gerodet werden muss, sondern ein schonender Eingriff und eine natürliche Verjüngung erfolgen kann", erklärt Bezirksförster Rupert Klinghofer. Diese Vorgangsweise erfolgt in Abstimmung mit dem Sachverständigen des Landesforstdienstes, DI Dr. Reinhard Hagen, sowie dem Experten Dr. Thomas Cech vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW), die bei einem Lokalaugenschein Baum- und Bodenproben zur weiteren Untersuchung entnahmen.
Ebenso machte sich die zuständige Stadträtin Sabine Fasching vor Ort ein Bild von der Situation und zeigte sich erschüttert von der alarmierenden Entwicklung. "Ich bitte die Bevölkerung um Verständnis und während der Sperre auf andere der vielen vorhandenen Wanderwege im Hollabrunner Wald auszuweichen", so Fasching: "Nur so können wir es gemeinsam schaffen, dass unser beliebtes Erholungsgebiet in seiner Charakteristik bestmöglich erhalten bleibt."

Aus diesem Grund wurde bei der Bezirkshauptmannschaft um Bewilligung eines befristeten forstlichen Sperrgebietes ab sofort bis zum voraussichtlichen Ende der Fällungen am 30.11.2020 angesucht.

Bürgermeister Ing. Alfred Babinsky bittet ebenfalls um Verständnis: "Bitte leisten Sie der Sperre Folge, Sie würden sich sonst selbst in Gefahr begeben. Man kann den gesperrten Bereich mit zumutbaren Alternativwegen umgehen."


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