-29.06.2026
• Historischer Höchstwert: Das European Forest Fire Information System (EFFIS) zeigt
wegen einer extremen Hitzewelle erstmals die höchste Waldbrandgefahrenstufe für
den Osten Österreichs für das kommende Wochenende an.
• Kriterien des EFFIS: Das System berechnet das Risiko datenbasiert aus Faktoren wie
aktuellen Temperaturen, vorhandenem Baumbestand sowie der Feuchtigkeit im Boden
und im Holz.
• Besonders betroffene Regionen: Am Wochenende sind primär die
niederösterreichischen Bezirke Mödling, Baden, Bruck an der Leitha, Mistelbach und
Gänserndorf in der "Extremen" bzw. "Sehr Extremen" Zone ausgewiesen.
• Südeuropäisches Niveau: Die Alarmstufe "Sehr Extrem" wurde ursprünglich
ausschließlich für die weitaus gefährdeteren südeuropäischen Länder eingeführt.
2. Hauptursache für Waldbrände
• Menschliches Fehlverhalten: Laut Daten der Universität für Bodenkultur (BOKU)
werden rund 85 % aller Waldbrände in Österreich direkt durch den Menschen
ausgelöst.
• Primäre Brandursache: Achtlos weggeworfene Zigaretten stellen den Hauptgrund für
den Ausbruch von Bränden dar.
• Konsequenz: Es besteht dringender Bedarf, das Bewusstsein der Bevölkerung für die
akute Gefahr und vorsichtiges Verhalten zu schärfen.
• Offizielle Verhaltensregeln: Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) stellt im Rahmen seines Aktionsprogramms
offizielle Verhaltenstipps zur Waldbrandvermeidung bereit. Diese sind auch in Englisch
verfügbar.
3. Die Initiative: Das neue lokale Warnsystem
• Kooperationspartner: Der NÖ Landesfeuerwehrverband, die NÖ
Brandverhütungsstelle, der NÖ Zivilschutzverband und das Land NÖ haben eine
gemeinsame Aktion gestartet.
• Ziel der Aktion: Das Waldbrandrisiko soll zukünftig flächendeckend auf örtlicher Ebene
einheitlich und verständlich kommuniziert werden.
• Finanzierung: Das Land Niederösterreich bemüht sich derzeit um finanzielle
Unterstützung durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft mittels
Geldern aus dem Waldfonds um auch weiterführendes Informationsmaterial den
Gemeinden zur Verfügung stellen zu können.
4. Umsetzung und Verhaltensregeln für Gemeinden
• Analoge Informationsmedien: Vorgesehen ist die Bereitstellung von standardisierten
"Waldbrand-Bannern" und Plakaten, die im Bedarfsfall an kritischen, neuralgischen
Punkten in den Gemeinden montiert werden.
• Digitale Erstmaßnahme: Ein sofort einsatzbereites Bild-Sujet wurde für den Ausdruck
sowie für Gemeinde-Webseiten und Social-Media-Kanäle freigegeben.
• Risikokommunikation vor Ort: Gemeinden wird empfohlen, sich eng mit ihren lokalen
Feuerwehren abzustimmen, um Gefahrenpunkte zu identifizieren und die Bevölkerung
bei Events oder in Risikoarealen gezielt zu informieren.
5. Wichtige Vorgaben für den Ernstfall (Praxis-Leitfaden)
• Abstimmungspflicht: Jede Veröffentlichung von Warnungen muss zwingend zwischen
der Gemeinde, der Feuerwehr und dem Zivilschutz koordiniert werden.
• Beurteilungsbasis: Als primäre Grundlage für die Aktivierung oder Deaktivierung einer
Warnung dient das offizielle EFFIS-Copernicus-Portal.
• Aktualisierungspflicht: Sobald die Gefahr sinkt, müssen die Warnhinweise umgehend
entfernt werden. Auf Webseiten muss der Beginn und das Ende der Gefahrenphase
unmissverständlich deklariert sein.
• Fortsetzung: Genaue Informationen zum Bestellprozess der Banner sowie zu den
Formaten werden den Gemeinden zeitnah übermittelt.
Erstellt: 26.06.2026
Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung IVW4 - Feuerwehr und Zivilschutz
Das Infoschreiben gibt es
HIER auch zum Download (PDF Download).