Zigarettenstummel zählen zu den häufigsten Abfällen im öffentlichen Raum: Täglich landen sie in großer Zahl auf Gehwegen, Plätzen, bei Bushaltestellen und in Grünanlagen.
- 2.7.2026
Dabei sind die Folgen weitreichender als sie auf den ersten Blick erscheinen - Zigarettenfilter bestehen aus Kunststofffasern, enthalten Schadstoffe wie Nikotin, Blei, Cadmium und Arsen und belasten Böden und Gewässer nachhaltig: Bereits ein einziger Stummel vergiftet bis zu 1000 Liter Trinkwasser.
Der Gemeindeverband für Abfallwirtschaft stellt sich diesem Problem mit einem kreativen Ansatz entgegen: der SmokBox. Das Prinzip ist einfach und wirkungsvoll zugleich: Die SmokBox ist ein interaktiver Aschenbecher mit zwei Antwortmöglichkeiten auf eine einfache Frage - der Zigarettenstummel dient dabei als Stimmzettel. Wer seine Kippe richtig entsorgt, gibt gleichzeitig seine Meinung ab. Die richtige Entsorgung wird damit spielerisch gefördert, Littering aktiv reduziert.
Das Ziel des Projekts ist klar: weniger Zigarettenstummel im öffentlichen Raum, mehr Bewusstsein für die Folgen von Littering und ein konkreter Beitrag zum Schutz von Umwelt und Gewässern - durch eine Maßnahme, die dort ansetzt, wo das Problem entsteht: direkt am Aschenbecher.
Ab Sommer 2026 soll die SmokBox im Rahmen eines Pilotprojekts an ausgewählten Standorten getestet werden, zwei davon in der Stadt Hollabrunn: eine wurde bei der Bushaltestelle am Bahnhof eingerichtet, eine zweite am Hauptplatz vor den Imbisslokalen.
Foto: SmokBox - interaktiver Aschenbecher als Pilotprojekt im Bezirk Hollabrunn.