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Hollabrunn Aktuell


 

Abgestorbene Roteichen: Hollabrunner Wald wieder nutzbar


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Nachdem Forstsachverständige und die Bezirkshauptmannschaft eine behördliche Teilsperre im Hollabrunner Wald angeordnet hatten, sind die beliebten Wanderwege ab Donnerstag, 10.12.2020, wieder für die Bevölkerung in gewohnter Weise nutzbar. Parallel dazu werden jedoch noch die nötigen Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten sowie Abtransporte durchgeführt.

Wie berichtet, mussten aufgrund der akuten Gefahr für Spaziergänger im Bereich zwischen Hubertusweg, Jahnstraße und Raschala sämtliche Roteichen aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Die betroffenen Bäume waren durch schädlichen Pilzbefall und dem klimabedingten Trockenheitsstress der letzten Jahre derart in Mitleidenschaft gezogen, dass sie jederzeit umzustürzen drohten - wie auch ein Gutachten der "Bundesforschungszentrum für Wald" (BFW) bestätigte.
"Wir waren bemüht, die Arbeiten möglichst schonend für die verbleibenden Bäume und die bereits vorhandenen Jungbäume durchzuführen, damit eine natürliche Verjüngung des Waldes erfolgen kann", erläutert Bezirksförster Rupert Klinghofer.

Gleichzeitig mussten im beliebten Waldgebiet auch vom Borkenkäfer befallene Nadelbäume gefällt werden. Diese waren - so wie die Roteichen - durch die Klimakrise und die verbundenen Wetterextreme bereits dermaßen geschwächt und somit noch anfälliger für Schädlingsbefall. Erst kürzlich war deshalb auch das kleine Nadelwäldchen hinter dem Hollabrunner Friedhof betroffen, weil dort der Borkenkäfer die Bäume sichtbar zum Absterben gebracht hatte.

Für die Zukunft ist es deshalb umso wichtiger, auf eine "klimafitte" Verjüngung mit heimischen Laubholzarten zu setzen, um die Charakteristik unseres Waldes dauerhaft zu erhalten.



Gutachten zur Wurzelfäule der Roteichen im Hollabrunner Wald zum Herunterladen

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